Lektion 2

Die Menschen werden sesshaft, Herrschaftsstrukturen entwickeln sich

Irgendwann – die genaue Zeit kann man nicht feststellen und sie differiert auch je nach Gegend – wurden die Menschen sesshaft.

Mit dem Sesshaft-werden der Menschen entwickelte sich etwas, das es vorher nur in leichter Form gegeben hatte: Es verfestigten sich Herrschaftsstrukturen.
Der Mechanismus ist immer der gleiche: Die Herrschenden geben zunächst, machen abhängig und nehmen dann den Beherrschten, wenn sie weiter das Gewohnte bekommen wollten.

Schon in der Steinzeit teilten die geschickten Jäger und die fleißigen Sammlerinnen das, was sie nicht für sich selbst benötigten – und schufen so Abhängigkeiten. Solange das Jagd- und Sammlerglück rasch von einem zum anderen wechselte, waren diese aber gering.

Mit dem Sesshaft-werden wurde das Gefälle zwischen Geber und Nehmer größer. Jetzt durften nicht mehr alle das Gebiet zum Jagen nutzen - Ackerbauern und Viehzüchter verteidigten ihren Besitz. Wer ab dieser Zeit über Boden verfügte, war der Herr, er hatte Macht.

Heutzutage wollen die demokratischen Gesellschaften Herrschaft weder fühlen noch sehen, es passt nicht zu ihrem demokratischen Verständnis von Gleichheit. Also wird Herrschaft geschickt verbrämt: entpersonalisiert, auf Ämter verteilt und für das Ganze als notwendig deklariert.
Es werden Institutionen aufgebaut, die Macht verfestigen und von den Personen ablenken.

Überraschend ist, wie unser Begriff „Familie“ sich entwickelt, sich verändert hat…

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