Lektion 4

Politik in Griechenland und Rom

Bereits im 7. Jh. v. Chr., als Athen mächtig wurde, regierten dort nicht Könige wie in Ägypten, sondern Angehörige vornehmer Familien aus altem Geschlecht. Diese Familien bildeten den Adel im Land. Sie waren reich und angesehen…

Die führenden Adligen kamen regelmäßig zu Sitzungen in einem Adelsrat zusammen. Dieser Rat (Areopag) war die oberste Gerichtsbarkeit und wachte über die Staatsverwaltung.

Es war nicht alles gut in Athen. Viele Bauern lebten unter unwürdigen Verhältnissen. Wenn die Ernte schlecht ausfiel, mussten sie die reichen Adligen versorgen, sie selbst mussten ihre Lebensmittel kaufen, dazu u. U. Schulden machen. Wenn sie das Geld nicht zurückzahlen konnten, verloren sie ihr Land an die Geldgeber. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, mussten die Bauern neues Land pachten. Gerieten sie mit ihren Abgaben in Verzug, nahmen die Pachtherren ihre Schuldner selbst zum Pfand. Viele Bauern wurden auf diese Weise Sklaven, d.h. völlig rechtlose Menschen.

In der Zeit um 600 v. Chr. herrschten schließlich Verhältnisse, die unhaltbar waren.
Die Stärksten der bedrohten Bauern taten sich zusammen und wählten einen Führer, der die Verarmten aus der Schuldhaft befreien, das Land neu aufteilen und die Verfassung des Staates umstürzen sollte.

Da aber wurden die Herrschenden wach. Die Einsichtigsten sollte dem Streit ein Ende machen. Solon, ein angesehener Bürger wurde zum Schiedsrichter und zum Gesetzgeber gewählt. 594 v. Chr. gab Solon Athen die erste Verfassung.

Das war ein Anfang….

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