Lektion 7

Naturwissenschaft in der Antike

Verfolgt man die Spuren von Aufklärung und wissenschaftlichem Denken bis in die ersten Anfänge zurück, dann gelangt man etwa in das Jahr 600 vor Christus. Um diese Zeit begannen einige Philosophen in Griechenland sich rational mit der Natur zu befassen, Sie versuchten, bestimmte Naturerscheinungen als Wirkungen anderer vorausgegangener Naturerscheinungen zu verstehen und sich von den bis dahin gültigen mythischen Erklärungen für die Natur zu trennen.

Später erkannte man auch die enormen Möglichkeiten, die diese Form des Wissens bei der Anwendung auf praktische (technische) Probleme bietet. Aber ursprünglich wollten die Menschen die Natur begreifen, ihr das Geheimnisvolle nehmen, sie einschätzen und berechnen können, sie wollten wissen, „was die Welt im Innersten zusammen hält“. Und immer schon bezog sich das naturwissenschaftliche Interesse nicht nur auf das Nahegelegene, das unmittelbar Zugängliche, sondern auch auf das sehr weit Entfernte, das Astronomische und auf das sehr Kleine, das Mikroskopische.

Schon im 4. Jh. v. Chr. vertrat Aristoteles die Meinung, dass man allgemeine Eigenschaften natürlicher Phänomene und allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten natürlicher Vorgänge nur aus vielen genauen Einzelbeobachtungen ableiten kann. Bringt man diese Einzelbeobachtungen dann in einen stimmigen systematischen Zusammenhang, so habe man eine zuverlässige Theorie über die Natur gewonnen.
Euklid schrieb etwa um 300 v. Chr. das erste Mathematik-Lehrbuch, die „Elemente“. Darin sind alle mathematischen Erkenntnisse seiner Zeit zusammengefasst und erklärt…

Newtons Mechanik und Einsteins Relativitätstheorie sind (spätere) Erkenntnisse.

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