Lektion 9

Kunst in Ägypten, Griechenland und Rom

Die abendländische Geschichte der Kunst beginnt in Ägypten vor ca. 5.000 Jahren. Griechenlands Künstler gingen bei den Ägyptern in die Lehre, unsere Kunst ist ägyptisch-griechisch-römischen Ursprungs.
Der ägyptische Künstler lernte feste Regeln des Malens, lernte mit dem Liniennetz zu arbeiten und übte sich in Schönschrift.

Für den heutigen modernen Anspruch an den Künstler, originell und einmalig zu sein, hatte man in Ägypten kein Verständnis, originell sollte niemand sein. Das Bewährte sollte erhalten und weitergegeben werden.

Die Griechen waren zunächst gelehrige Schüler der Ägypter, gestatteten sich allerdings nach und nach größere Freiheiten. Woher kam der Unterschied? Ägypten war ein großes Land mit mächtigen Herrschern, die keine Veränderung wollten. Anders in der Ägäis, dort gab es kleine Inseln und Halbinseln, die keinem Alleinherrscher unterstanden. Deshalb konnte sich hier Kunst freier entwickeln, kein einzelner Herrscher konnte auf starren Regeln bestehen.

Die Griechen begannen zu experimentieren! Sie wollten darstellen, wie der Mensch wirklich aussieht (zur Erinnerung: Auch in der Philosophie wollten sie herausfinden, wie die Welt funktioniert und was den Menschen ausmacht). Die Ägypter gründeten ihre Kunst auf das überlieferte Wissen - die Griechen begannen, genauer zu beobachten, naturgetreuer darzustellen, kritischer zu betrachten.

Dennoch schufen die Griechen noch nicht den individuellen Menschen, das dauerte noch …
Die Römer nutzten später ihre Kunst zu Werbezwecken …

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