Lektion 13

Städtebildung und deren Auswirkungen auf die Kunst und die Psyche

Im Mittelalter lebte das Volk noch zum größten Teil auf dem Land, war arm und ungebildet. In den Städten entwickelte sich jedoch eine selbstbewusste Bürgerschaft. Die Städte entstanden häufig im Schutz einer Burg, aus Märkten, offenen Kaufmannssiedlungen, bei Bischofssitzen, Königspfalzen (Stützpunkte für den umherreisenden König) und Klöstern.

Während lange Zeit die Städte eher zufällig um diese Kerne herum wuchsen und hauptsächlich die Funktion hatten Kaufleute zu schützen, werden ab dem 11./12. Jahrhundert n. Chr. Städte auch gezielt gegründet.

Der König, die Adligen, Bischöfe und Äbte hatten erkannt, dass Handel und Handwerk dem Stadtherrn mancherlei Einnahmen brachten und überdies die inzwischen gestiegenen Ansprüche der Menschen besser befriedigte.

„Stadtluft macht frei“ hieß es für die Landbevölkerung. Das bedeutete, dass mehr und mehr auch unfreie Menschen vom Land in die Städte zogen, um dort „in Freiheit“ ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
• Auf dem Land waren die meisten Menschen Hörige eines Grund- und Leibherren. So flüchteten sie in die Stadt und bekamen nach einiger Karenzzeit Stadtrechte.
• Mit der Industriellen Revolution (18./19.Jahrhundert) wird die Stadt noch stärker zum Zentrum des politischen und wirtschaftlichen Geschehens.
Die Bürger, jetzt selbstbewusst und relativ unabhängig, waren stolz auf ihre Städte und sie demonstrierten ihren Reichtum.

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