Lektion 18

Architektur der Renaissance

Der Übergang von einer Stilepoche zur nächsten verläuft nicht schlagartig sondern fließend.
Die Renaissance begann Anfang des 15. Jhs - und zwar in Florenz, denn die italienischen Städte waren auf Grund ihrer antiken Vergangenheit viel weiter entwickelt und bevölkerungsreicher als die Städte nördlich der Alpen. Die Kultur fand vorwiegend in den Städten statt.
Während man in Italien die ersten Renaissancebauten erstellte, wurde im restlichen Europa noch gotisch gebaut.

Es war nicht nur ein Wechsel des Stils, es war vor allem ein Wechsel der Weltanschauung. Nicht mehr allein der Klerus bestimmte über die Bauten und über die Wissenschaften, die Macht lag nun vor allem in den Händen der Bürger.
Die alten Standesunterschiede zerbrachen. Bürgerliche Familien, wie die Medici, kamen an die Macht. Nicht mehr der Klerus und die Ritter gaben den Ton an, sondern Bürger und Handwerker. Das Individuum wurde wichtig und der einzelne Künstler schaffte nicht mehr nur im Namen Gottes, sondern auch in seinem eigenen.

Man könnte auch sagen, dass die Renaissance die Wiedergeburt der Individualität war, denn bereits aus Griechenland und Rom sind Persönlichkeiten, Eigenheiten, Geschichten über selbstbestimmte Persönlichkeiten bekannt.
Die wesentliche Grundlage für die Ausformung der Renaissance-Architektur waren die „Zehn Bücher über die Baukunst“ des Vitruv, der einzigen größeren Schrift der Antike über die Baukunst.

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