Lektion 20

Die Aufklärung

Mitte des 18. Jahrhunderts war die Zeit der Aufklärung, davor die Zeit des Absolutismus. Während die absolutistischen Herrscher in Überfluss leben, befindet sich das Volk in einem erbärmlichen Zustand. Die wenigen Adeligen haben die politische Macht und kassieren die Steuern. Der Großteil der Bevölkerung – Bürger, Bauern und Handwerker - muss für das aufwendige Leben der oberen Stände bezahlen.

Eigenständiges Denken wurde den niedrigen Ständen von der Kirche abgenommen. In den Kreisen der Gelehrten stand das Studium der Bibel im Mittelpunkt. Naturwissenschaftliches Forschen gab es schon, eine freie Wissenschaft gab es noch nicht. Die Theologie gab auf alle wesentlichen Fragen eine endgültige und absolute Antwort.

Vertreter der Aufklärung begehrten gegen althergebrachte und bis dahin übliche Strukturen in der Gesellschaft auf. Die Vertreter der Aufklärung sind Philosophen und Gelehrte wie Immanuel Kant - John Locke – Johann Wolfgang von Goethe – Friedrich Schiller – Gotthold Ephraim Lessing – Voltaire.
Ihre revolutionären Ideen fallen bei der Bevölkerung auf fruchtbaren Boden und breiten sich im Europa des 18. Jahrhunderts wie ein Lauffeuer aus.

Politische Strukturen, das Bewusstsein des einzelnen von sich selbst und damit verbunden das Menschen- und das Weltbild – die gesamte Gesellschaft - wurde in ihren Grundfesten erschüttert.

Der bekannteste Vertreter der Aufklärung in Deutschland war Immanuel Kant. Er formuliert dies so: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt …“

Die Aufklärer waren sicher, dass der Menschen durch eigenes Nachdenken in der Lage ist, zu erkennen, was gut und schlecht ist und - was er tun sollte. Dies setzt natürlich voraus, dass er in der Lage ist, strukturiert über diese Dinge nachzudenken und er zumindest über eine Grundbildung verfügt.

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