Lektion 21

Vom Absolutismus zur Französischen Revolution und den Folgen

Der Begriff „Französische Revolution“ bezieht sich auf den Zeitraum von 1789 bis 1799 in Frankreich. In dieser Zeit wurde die Monarchie durch die Republikaner gestürzt.

Wenn man auf ein Zeitgeschehen von weltgeschichtlicher Bedeutung schaut, ist zum Verständnis immer die Frage zu stellen: Warum geschah das?

Vor der Revolution herrschte der Absolutismus, das war eine absolute, sprich unbeschränkte Herrschaft, die weder durch Ansprüche des Adels, der Geistlichkeit, noch durch Gesetze eingeschränkt werden konnte.
Entstanden infolge des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) hatte sich der Absolutismus in den meisten europäischen Ländern durchgesetzt. Man darf diese Bestrebungen nicht nur als die Maßlosigkeit einiger machtbesessener Herrscherpersönlichkeiten sehen. Es gab auch einen Grund dafür. Im Chaos der langen Religionskriege glaubte man, nur eine zentrale Macht, die souverän über den gesellschaftlichen Gruppen stünde, könne wieder für Frieden und Ordnung sorgen. Nur einer starken Staatsgewalt traute man die Befriedung all der einzelnen Gruppen zu.

Aber warum kam es dann zur Revolution?
Wie so oft kamen einige Dinge gleichzeitig:

• Der Absolutismus unterteilte die Bevölkerung in drei Stände: den Adel, den Klerus und den dritten Stand, der von den Bürgern, Bauern und Arbeitern gebildet wurde. Die ersten beiden Stände teilten sich die Macht und die Pfründe. Der dritte Stand schaffte zwar den wirtschaftlichen Ertrag herbei, hatte aber keinerlei politisches Mitspracherecht.
• In dieser Zeit explodierte die Bevölkerungszahl (+ 30%).
• Die Preise für Grundnahrungsmittel stiegen ständig: Ein Arbeiter brauchte fast seinen gesamten Lohn, einzig um Brot für seine Familie zu beschaffen.

Inzwischen war Ludwig der XVI an der Macht. Die Finanzlage in Frankreich war katastrophal. Um den Staatsbankrott abzuwenden, berief der König 1789 die Generalstände ein. Der König wollte – wieder einmal – die Steuern erhöhen. Doch dieses Mal sollte es auch den Adel treffen – wenn auch viel milder als die Bürger. Aber sowohl der Adel, als auch die Bürger empörten sich …

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