Lektion 23

Die Evolutionstheorie

Schon immer hat sich der Mensch gefragt, woher er stammt, woher er kommt. Diese Fragestellung beginnt in der Antike, reicht über Darwin bis in die Gegenwart.
Am Anfang aller Fragen nach dem Ursprung der Lebewesen stand der Schöpfungsmythos. Jede Kultur hat ihre mythische Erklärung über das Entstehen der Welt und der Menschen.
In der Antike versuchte man dann schon eine nicht-mythologische Erklärung: Wasser sei Ursprung allen Lebens und die Tiere und Menschen seien in der Feuchtigkeit entstanden und später aufs Land gegangen.

Dann kam Darwin (1809 – 1882). Seine Theorie lautete: Evolution ist ein langfristiger, fortschreitender Prozess der Entwicklung der Organismen, die im Laufe vieler Generationen einem beständigen Wandel unterliegen. Mithin sind Mutation und Selektion die zentralen Mechanismen der Evolution. Mutation ist die Veränderung des Erbgutes bei der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung. Und Selektion geschieht durch Auswahl des besser Angepassten. Das kann durchaus auch der physisch Schwächere sein.

Durch die zweigeschlechtliche Fortpflanzung ergab sich eine hohe Veränderbarkeit durch die Neukombination der Gene bei jedem Zeugungsakt. Diese zufällige Veränderung der Erbanlagen führte zu veränderten Organismen. Diejenigen Organismen, die der Umwelt besser angepasst waren, hatten eine höhere Überlebenschance.
Der Übergang vom Tier zum Menschen war ein Fortschreiten in diesem Prozess. War bei der biologischen Evolution das eigentlich Neue das Leben, so war bei der Entstehung oder besser Fortentwicklung zum Menschen das Neue der menschliche Geist.

zurück        
 

 

 
 
 
 
 

© 2008-2014
Marienberger Seminare e.V. und
Akademie der Marienberger Seminare