Lektion 25

Watt, Edison und die Kommerzialisierung

18. – 19. Jahrhundert
Die Dampfmaschine ist ein erstes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse zur Entwicklung bedeutender technischer Geräte angewendet wurden. Sie wurde sofort kommerziell genutzt.

Zu dieser Zeit galt das Hauptinteresse der Physiker der Wärmelehre. Watt, ein bedeutender Erfinder konstruierte einen Dampfmotor, der etwa von 1775 an „marktreif“ war.

Die Dampfmaschine wurde schnell ein universeller Antriebsapparat. Sie wurde sowohl stationär in den Fabriken als auch für den rasch wachsenden Land- und Seeverkehr (die erste Lokomotive fuhr 1814) eingesetzt.

Man spricht auch vom 19. Jahrhundert als dem „Jahrhundert des Dampfes“, das vom „Jahrhundert der Elektrizität“, dem 20. Jahrhundert abgelöst wurde.
Seit etwa 1850 wurde die Elektrizität technisch und wirtschaftlich genutzt. Die Erfindung des Generators 1866 durch Siemens schuf die Voraussetzung für die umfangreiche technische Nutzung der Elektrizität, so wie sie für uns heute selbstverständlich ist.

Thomas Alva Edison kam auf die Idee, eine elektrische Lichtquelle herzustellen, die die mit Gas betriebenen Straßenlaternen in der New Yorker Innenstadt ersetzen konnte und auch in Privathaushalten zu verwenden war.

Ein anderer Großindustrieller, George Westinghouse, wollte ein elektrisches Netz mit einer etwas anderen Technik aufbauen: Er wollte nicht, wie Edison, Gleichstrom, sondern Wechselstrom verwenden. Der Physiker Nicola Tesla nämlich hatte gezeigt, dass sich Wechselstrom über größere Entfernungen besser, mit geringerem Verlust, durch Kabel leiten lässt als Gleichstrom. Der Wechselstrom setzte sich durch.

Edison, der in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen war, entwickelte sich zu einem genialen Erfinder und ist heute noch ein typischer Nationalheld in den USA. Ihm gelang es auch, Elektronen ins Vakuum zu bringen. Man nennt diesen Effekt Glühemission oder Edison-Effekt. Es kam zur Entwicklung der Rundfunktechnik …

zurück        
 

 

 
 
 
 
 

© 2008-2014
Marienberger Seminare e.V. und
Akademie der Marienberger Seminare