Lektion 30

Die Welt überwindet die "Mauer" und sucht neue Orientierung

Wie viel Staat braucht der Mensch, um sein Leben und sein Eigentum geschützt zu wissen, ohne jedoch gegängelt zu werden? Welcher Wirtschaftsform bedarf er, um zur Befriedigung seiner Bedürfnisse und zu existenzsicherndem Wohlstand zu gelangen, ohne ausgebeutet zu werden?

Nach dem Zweiten Weltkrieg entbrennt ein weltübergreifender Wettstreit zweier gegensätzlicher Staats- und Wirtschaftssysteme: Kommunismus gegen Kapitalismus. Ost gegen West. "Alles gehört dem Volk" gegen "Belohnung des Tüchtigeren". Welche Methode beutet den Einzelnen stärker aus und füllt womöglich nur die Taschen einiger weniger?

Ein erbitterter Kampf um Vormachtstellung eines dieser Blöcke bestimmt das politische, wirtschaftliche und militärische Weltgeschehen über Jahrzehnte. Ein Kalter Krieg gewissermaßen, der Ende der 1980er mit dem wirtschaftlichen Kollaps des Ostblocks jedoch ein jähes Ende findet. Auch das westliche Bündnis gerät durch globale Ausbeutung auf die schiefe Bahn und stürzt zwanzig Jahre später durch Banken- und Staatspleiten ebenfalls in eine tiefe Krise. Woran sind beide Systeme gescheitert?

Ein wirtschaftlicher Riese erwächst jetzt in Fernost - China -, und damit ein neues politisches
Machtzentrum, das die Schwächen vorallem des Westens ausnutzt und durch geschaffene Abhängigkeiten die Welt zu dominieren weiß. Doch woran krankt dieses System und woran wird es zugrunde gehen?

Was kommt danach? Ein System mit mehr Menschenrechten und Gewaltenteilung in der Politik? Mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Effizienzoptimierung im Wirtschaften? Ein System, das Zukunftsängste nimmt und auf die Welt auszustrahlen und sie zu vereinen vermag?

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